Finanzierung

Eigenkapitalquote

Die Eigenkapitalquote beschreibt den prozentualen Anteil des Eigenkapitals am Gesamtfinanzierungsbedarf einer Immobilie. Sie ist der wichtigste Einzelfaktor bei der Zinsfindung durch Banken und kann den effektiven Jahreszins um ein bis zwei Prozentpunkte beeinflussen. Banken teilen Kreditnehmer nach ihrer Eigenkapitalquote in verschiedene Risikoklassen ein. Je höher die Quote, desto geringer das Ausfallrisiko für die Bank – und desto günstiger die Konditionen. Eine niedrige Eigenkapitalquote bedeutet hingegen: höheres Risiko, höhere Zinsen, manchmal keine Finanzierung. Typische Staffelung: Unter 10 % Eigenkapital ist eine Vollfinanzierung oft nur mit Aufschlägen von 0,5–1,5 % über dem Normalsatz möglich. Bei 10–20 % gibt es bereits Standardkonditionen mit leichten Aufschlägen. Ab 20–30 % erhält man Standardzinsen. Ab 30–40 % sinkt der Zins nochmals, oft um weitere 0,2–0,5 Prozentpunkte. Ab 50 % Eigenkapital gibt es die besten verfügbaren Konditionen. Beispiel: Ein Zinssatz von 3,5 % (wenig Eigenkapital) vs. 2,7 % (hohe EK-Quote) klingt nach einem kleinen Unterschied. Bei einem Darlehen von 300.000 € über 20 Jahre macht dieser Unterschied jedoch rund 100.000 € in der Gesamtzinslast aus. Bausparvertrag als Booster: Wer seinen Bausparvertrag nutzt, um die Eigenkapitalquote auf 20–30 % zu erhöhen, spart nicht nur durch den günstigen Bausparzins – er verbessert auch die Konditionen des parallel aufgenommenen Bankdarlehens. Damit entsteht ein doppelter Zinsvorteil. Fazit: Die Eigenkapitalquote ist der mächtigste Zinshebel beim Immobilienkauf. Wer gezielt Eigenkapital aufbaut, verbessert nicht nur den Bausparzins, sondern auch den Zinssatz des begleitenden Bankdarlehens. Dieser Doppeleffekt macht den Bausparvertrag zu einem besonders attraktiven Eigenkapitalinstrument für alle, die langfristig Wohneigentum anstreben. Jeder zusaetzliche Prozentpunkt Eigenkapital verbessert die Verhandlungsposition und senkt den effektiven Jahreszins der Finanzierung.

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