Tilgungsplan
Ein Tilgungsplan ist eine tabellarische Aufstellung, die für jede Zahlungsperiode eines Darlehens zeigt, wie sich die monatliche Rate aus Zinsanteil und Tilgungsanteil zusammensetzt, wie hoch die Restschuld nach jeder Zahlung ist und wann das Darlehen vollständig getilgt ist. Prinzip der Annuität: Beim klassischen Annuitätendarlehen – und dazu gehört das Bauspardarlehen – bleibt die monatliche Gesamtrate konstant. Innerhalb der Rate verändert sich jedoch das Verhältnis zwischen Zinsen und Tilgung: Zu Beginn ist der Zinsanteil hoch (weil die Restschuld noch groß ist), der Tilgungsanteil dagegen niedrig. Mit jeder Zahlung sinkt die Restschuld, damit auch der Zinsanteil – und der Tilgungsanteil steigt entsprechend. Beispiel: Bauspardarlehen 60.000 € zu 2,35 %, monatliche Rate 350 €. Im ersten Monat: Zinsen 117,50 €, Tilgung 232,50 €. Im letzten Monat (ca. 17 Jahre später): Zinsen 0,69 €, Tilgung 349,31 €. Die Gesamtrate bleibt immer gleich bei 350 €. Warum ist der Tilgungsplan wichtig? Er zeigt, wie viel Gesamtzinsen man über die Laufzeit zahlt und wann man schuldenfrei ist. Er hilft beim Vergleich verschiedener Darlehensvarianten. Und er macht deutlich, welchen Effekt Sondertilgungen haben: Eine einmalige Sondertilgung von 5.000 € kann die Laufzeit um ein oder zwei Jahre verkürzen. Bausparkasse: Die Bausparkasse stellt den Tilgungsplan für das Bauspardarlehen in der Regel bei Auszahlung des Darlehens zur Verfügung. Er zeigt genau, wann der letzte Monat der Darlehensphase erreicht ist. Fazit: Jeder Kreditnehmer sollte seinen Tilgungsplan verstehen und regelmäßig prüfen. Er zeigt nicht nur den Schuldenstatus, sondern auch konkret, wie stark Sondertilgungen die Laufzeit verkürzen können. Die Bausparkasse stellt den Plan bei Zuteilung bereit, wer mag kann ihn auch vorab mit einem Online-Rechner simulieren.