Abschlussgebühr
Die Abschlussgebühr ist eine einmalige Gebühr, die beim Abschluss eines Bausparvertrags fällig wird. Sie stellt für die Bausparkasse eine Art Eintrittsgeld ins Bauspar-Kollektiv dar und deckt Verwaltungs- und Vertriebskosten ab. In Deutschland liegt die Abschlussgebühr je nach Anbieter zwischen 1,0 % und 1,6 % der vereinbarten Bausparsumme. Debeka ist mit 1,0 % der günstigste große Anbieter, während Schwäbisch Hall, LBS, Wüstenrot und BHW typischerweise 1,6 % verlangen. Konkrete Auswirkung: Bei einer Bausparsumme von 100.000 € zahlt man bei Debeka einmalig 1.000 €, bei den meisten anderen Anbietern 1.600 €. Der Unterschied beträgt 600 € – eine Summe, die je nach Perspektive erheblich oder vernachlässigbar ist. Die Abschlussgebühr wird in der Regel innerhalb der ersten Jahre aus den Einzahlungen entnommen. Konkret bedeutet das: Zu Beginn eines Bausparvertrags fließen die ersten Einzahlungen zunächst in die Abschlussgebühr, bevor das Guthaben wächst. Das verlangsamt den Guthabenaufbau zu Beginn. Bei Kündigung in den ersten Jahren wird die Abschlussgebühr in der Regel nicht erstattet – ein weiterer Grund, einen Bausparvertrag langfristig zu halten. Kritik: Die Abschlussgebühr steht regelmäßig in der Kritik, weil sie auch dann anfällt, wenn das Bauspardarlehen später nicht genutzt wird. Wer z.B. nach zwölf Jahren zuteilungsreif ist und lieber das Guthaben ausgezahlt bekommt statt das Darlehen zu nehmen, hat trotzdem die volle Abschlussgebühr bezahlt. Vergleich lohnt sich: Bei der Auswahl des Anbieters sollte die Abschlussgebühr immer im Gesamtpaket betrachtet werden – zusammen mit Darlehenszins, Guthabenzins und Tarifsstruktur. Der günstigste Abschluss zahlt sich besonders bei großen Bausparsummen aus. Fazit: Die Abschlussgebühr ist unvermeidbar, aber vergleichbar. Debeka mit 1,0 % bietet hier den deutlichsten Vorteil gegenüber dem Marktstandard von 1,6 %. Bei großen Bausparsummen lohnt sich der Vergleich besonders, da der absolute Unterschied entsprechend hoch ausfällt.