Finanzierung

Eigenkapital

Eigenkapital bezeichnet die eigenen finanziellen Mittel, die ein Käufer oder Bauherr in eine Immobilienfinanzierung einbringt – also das Geld, das nicht als Kredit aufgenommen werden muss. Das Eigenkapital ist neben dem Einkommen der wichtigste Faktor, den Banken bei der Kreditentscheidung bewerten.

Zu den anerkannten Eigenkapitalquellen zählen: Ersparnisse auf Bank- und Tagesgeldkonten, Bausparguthaben, Wertpapierdepots, Barvermögen, Schenkungen von Familienangehörigen, Lebensversicherungen (Rückkaufswert) sowie eigenständig erbrachte Bauleistungen (sog. Muskelhypothek).

Empfehlung: Als Faustregel gilt, dass mindestens 20 % des Kaufpreises sowie alle KaufnebenkostenSteuern und Gebühren beim Immobilienkauf: Grunderwerbsteuer + Notar + Grundbuch = 7–12,5 % des Kaufpreises. Weiterlesen → (GrunderwerbsteuerSteuer beim Immobilienkauf: 3,5 % (Bayern) bis 6,5 % (NRW, Saarland, etc.) des Kaufpreises. Weiterlesen →, Notar, Grundbuch, ggf. Makler) aus Eigenkapital finanziert werden sollten. Konkret bedeutet das bei einer Immobilie für 400.000 €: 80.000 € Eigenkapital als Mindestbasis, plus je nach Bundesland 5–12 % für Kaufnebenkosten, also weitere 20.000–48.000 €.

Wirkung auf den Zinssatz: Je mehr Eigenkapital eingebracht wird, desto günstiger ist der Zinssatz der Bank. Finanzierungen mit unter 10 % Eigenkapital sind oft gar nicht möglich – oder nur zu sehr hohen Konditionen. Ab 30–40 % Eigenkapital sinkt der Zinssatz nochmals merklich.

BausparvertragStaatlich gefördertes Spar- und Darlehensprodukt: AnsparphaseDie erste Phase des Bausparvertrags – du zahlst monatlich ein, bis zur ZuteilungDer Moment, ab dem du Guthaben + Darlehen abrufen kannst. Hängt von Bewertungszahl und Guthaben ab. Weiterlesen →. Weiterlesen → + Darlehensanspruch zu vorab festgelegtem Zins. Weiterlesen → als Eigenkapital: Ein angesparter Bausparvertrag zählt als vollwertiges Eigenkapital in der Bankbewertung. Viele Bausparer nutzen den Vertrag daher als langfristiges Eigenkapitalpuffer, das sie über viele Jahre aufbauen – bevor sie dann kombiniert mit einem Bankdarlehen eine Immobilie finanzieren.

Fazit: Je mehr Eigenkapital eingebracht wird, desto besser sind die Kreditkonditionen und desto geringer das Finanzierungsrisiko. Der Bausparvertrag ist ein klassisches Instrument zum langfristigen Eigenkapitalaufbau. Wer früh startet, kommt beim späteren Immobilienkauf mit besseren Konditionen an den Tisch und hat eine deutlich stärkere Verhandlungsposition gegenüber der finanzierenden Bank. Banken honorieren hohes Eigenkapital mit niedrigeren Risikoaufschlaegen und guenstigeren Konditionen.