Grundlagen

Sparrate

Die Sparrate (auch RegelsparbeitragMonatlicher Standardsparbeitrag lt. Tarif (meist 3–5 Promille der Bausparsumme). Weiterlesen →) ist der monatliche Betrag, den ein Bausparer vereinbarungsgemäß in seinen BausparvertragStaatlich gefördertes Spar- und Darlehensprodukt: Ansparphase + Darlehensanspruch zu vorab festgelegtem Zins. Weiterlesen → einzahlt. Sie ist der wichtigste Hebel für den Aufbau des Bausparguthabens und damit für den Zuteilungszeitpunkt.

Faustregel: Die Mindest-Sparrate liegt je nach Tarif bei 2 bis 5 Promille (‰) der Bausparsumme pro Monat. Bei einer Bausparsumme von 80.000 € wären das 160 bis 400 € monatlich. Wer mehr als den Mindestbetrag einzahlt, beschleunigt die Zuteilung und baut das MindestguthabenAnteil der Bausparsumme, der als Guthaben angespart sein muss vor der Zuteilung – meist 40–50 %. Weiterlesen → schneller auf.

Flexibilität: Viele Bausparkassen erlauben es, die Sparrate im Laufe der Zeit anzupassen – nach oben wie nach unten. Eine Erhöhung beschleunigt die Zuteilung, eine Reduzierung verlängert sie. Wichtig ist: Unterhalb der vereinbarten Mindestrate zu bleiben kann zu Vertragsverletzungen führen. Eine BeitragsfreistellungEinzahlungspause beim Bausparvertrag – Vertrag läuft weiter, Guthaben bleibt verzinst. Weiterlesen → ist in solchen Fällen die sauberere Lösung.

Strategie der hohen Sparrate: Wer monatlich mehr als die Mindestrate einzahlt, profitiert gleich mehrfach: Der Zuteilungszeitpunkt kommt früher, das Mindestguthaben wird schneller erreicht, die BewertungszahlInterne Kennzahl der Bausparkasse – bestimmt den Zuteilungszeitpunkt. Je höher, desto früher. Weiterlesen → steigt zügiger. Gleichzeitig sinkt das spätere BauspardarlehenGünstig verzinstes Darlehen der Bausparkasse nach der Zuteilung – der Kernvorteil. Weiterlesen →, weil ein größerer Anteil bereits angespart wurde.

Kombination mit VL: Wenn der Arbeitgeber vermögenswirksame Leistungen zahlt, fließen diese direkt als Teilbetrag der monatlichen Sparrate auf das Bauspar-Konto. Der Bausparer muss dann nur die Differenz zwischen VL-Zahlung und Mindest-Sparrate selbst einzahlen – oder profitiert von einer effektiv kostenlosen Mindestsparrate, wenn die VL die Mindestrate deckt.

Sonderzahlungen als Ergänzung: Neben der regelmäßigen Sparrate können einmalige Sonderzahlungen geleistet werden – ideal für Steuernachzahlungen, Jahresboni oder Erbschaften.

Fazit: Die Sparrate ist der direkte Steuerungshebel für den Zuteilungszeitpunkt. Wer monatlich mehr einzahlt als das Minimum, kommt früher ans Ziel. Gerade in Jahren mit höherem verfügbarem Einkommen sollten Bausparer ihre Rate erhöhen, das bringt die Zuteilung voran ohne dauerhaft zu binden.