BausparvertragStaatlich gefördertes Spar- und Darlehensprodukt: Ansparphase + Darlehensanspruch zu vorab festgelegtem Zins. Weiterlesen → vs. ETF 2026: Die wichtigsten Zahlen 2026. BSV-Zins garantiert 1,8 %, WohnungsbauprämieStaatliche Förderung: 10 % auf max. 700 €/Jahr = bis zu 70 € pro Person. Weiterlesen → 70 €/Jahr, Zuteilung nach 7–9 Jahren. Hier finden Sie alle Fakten für Ihre fundierte Entscheidung.
Der direkte Vergleich
| Kriterium | Bausparvertrag | ETF-Sparplan |
|---|---|---|
| Rendite Sparphase | 0,1–0,25 % p.a. | 6–8 % p.a. (historisch) |
| Darlehenszins | 1,5–2,6 % (garantiert) | Marktzins (aktuell 3,5–4,2 %) |
| Kapitalgarantie | Ja | Nein |
| Staatliche Förderung | Bis 70 € / Jahr (WoP) | Keine |
| Flexibilität | Eingeschränkt (7+ Jahre) | Jederzeit kündbar |
| Zweckbindung | Wohnzwecke | Keine |
| Planbarkeit | Sehr hoch | Gering (Marktschwankungen) |
Die entscheidende Frage: Für was brauchst du das Geld?
Der Vergleich ist nur fair, wenn man das Ziel betrachtet:
- Reine Rendite: ETF gewinnt – auf 10 Jahre ist der Unterschied riesig
- Immobilienfinanzierung: Der Bausparvertrag gewinnt – wegen des garantierten Darlehenszinses

Ein ETF-Sparplan bringt dir 7 % Rendite in der Ansparphase. Aber wenn du dann kaufst, nimmst du ein Bankdarlehen zu 4 % auf – und verlierst den Zinskostenvorteil. Der Bausparvertrag spart dir im Darlehen 1,5–2 Prozentpunkte, was bei 100.000 € über 10 Jahre 8.000–15.000 € sind.
Warum der Zeitpunkt entscheidend ist
Der größte Fehler beim ETF-Ansatz: Kursrückgang kurz vor dem Immobilienkauf.
- Nach einem 30 %-Crash (z.B. 2022) hast du plötzlich statt 100.000 € nur noch 70.000 € EigenkapitalEigene Mittel für den Immobilienkauf – mindestens 20 % des Kaufpreises empfohlen. Weiterlesen →
- Du musst entweder verkaufen (Verlust realisieren) oder den Kauf verschieben
- Bausparvertrag: Das Guthaben schwankt nicht – 50.000 € sind 50.000 €

Die ideale Kombination: Beide parallel nutzen
Nicht entweder-oder, sondern beides:
- Bausparvertrag: Sichert Darlehenszins und staatliche Förderung (zweckgebunden, sicher)
- ETF-Sparplan: Baut zusätzliches Eigenkapital auf (höhere Rendite, aber risikobehaftet)
- 3–4 Jahre vor dem Kauf: ETF-Position langsam auflösen und in sicherere Anlageformen umschichten

Steuerliche Aspekte
ETF-Gewinne sind steuerpflichtig (26,375 % Abgeltungsteuer inkl. Soli). Bausparvertrag-Zinsen ebenfalls – aber da die Guthabenzinsen so niedrig sind, ist die steuerliche Last minimal. Die Wohnungsbauprämie hingegen ist steuerfrei.
Unser Fazit
Der Bausparvertrag lohnt sich 2026 vor allem für Menschen die in 8–12 Jahren kaufen, bauen oder modernisieren wollen. Der garantierte Darlehenszins (1,5–2,5 % p.a.) ist der entscheidende Vorteil – egal ob die Bauzinsen in 10 Jahren bei 2 % oder 6 % liegen. Empfehlung: Jetzt abschließen, staatliche Förderung sichern, in 8–10 Jahren abrufen.
Häufige Fragen
Nein – lass den ETF-Sparplan laufen und eröffne zusätzlich einen Bausparvertrag. Beide Strategien ergänzen sich. Nur wenn du in 5–7 Jahren kaufen willst, solltest du den ETF-Teil langsam reduzieren.
Faustregel: 20–30 % für Bausparvertrag (ZinssicherungDer garantierte Darlehenszins bei Vertragsabschluss – schützt vor steigenden Marktzinsen. Weiterlesen → + staatliche Förderung ausschöpfen), 70–80 % in ETF (Rendite). Kurz vor dem Kauf (3–4 Jahre) Verhältnis umkehren.
Nein – zumindest nicht primär. Der Bausparvertrag ist ein Finanzierungsinstrument, kein Renditesparplan. Wer ihn als Sparprodukt sieht, wird enttäuscht. Wer ihn als Finanzierungsabsicherung nutzt, profitiert enorm.





