EigenkapitalEigene Mittel für den Immobilienkauf – mindestens 20 % des Kaufpreises empfohlen. Weiterlesen → ist die wichtigste Voraussetzung für eine günstige Baufinanzierung. Wer mindestens 20 % selbst mitbringt, bekommt bessere Zinsen und spart tausende Euro. Wir zeigen, wie du systematisch Eigenkapital aufbaust – und welche Rolle der Bausparvertrag dabei spielt.
Warum ist Eigenkapital so wichtig?
Bei der Immobilienfinanzierung gilt: Je mehr Eigenkapital, desto besser. Die Gründe:
- Niedrigerer Zinssatz: Banken belohnen hohes Eigenkapital mit bis zu 1–1,5 Prozentpunkten niedrigerem Zins
- Geringere monatliche Rate: Du leihst weniger, zahlst weniger
- Bessere Verhandlungsposition: Mit 30 % Eigenkapital hast du die Wahl zwischen mehreren Angeboten
- Sicherheitspuffer: Im Notfall hast du Reserven für Renovierung, Reparaturen, Jobverlust
Die 5 besten Wege zum Eigenkapital
1. Bausparvertrag – der strukturierte Weg
Der Bausparvertrag kombiniert systematisches Sparen mit einer konkreten Finanzierungsperspektive. Du zahlst monatlich ein, bekommst staatliche Förderung obendrauf und weißt genau: In X Jahren hast du Y Euro für deine Immobilie.
Besonders stark: Bei 100.000 € BausparsummeGuthaben + Darlehen zusammen. Basis für Abschlussgebühr und Zuteilungszeitpunkt. Weiterlesen → und 40 % Ansparquote = 40.000 € Eigenkapital aus dem Vertrag – plus der Rest als günstiges Darlehen.
2. ETF-Sparplan – für den langen Zeithorizont
Wer 10–15 Jahre Zeit hat, kann über einen ETF-Sparplan deutlich mehr Eigenkapital aufbauen. Historische Rendite 6–8 % p.a. vs. 0,1 % beim Bausparen. Aber: Keine Kapitalgarantie, Schwankungsrisiko kurz vor dem Kauf.
3. Tagesgeld / Festgeld – sicher und liquide
Für den kürzeren Horizont (2–5 Jahre) eignet sich Tagesgeld besser. Derzeit 2,5–3,5 % Zinsen, jederzeit verfügbar. Kein Zinsrisiko, kein Kursverlust.
4. Wohn-RiesterRiester-Förderung für Wohneigentum – staatliche Zulagen + Steuerabzug bis 2.100 €/Jahr. Weiterlesen → – für Arbeitnehmer mit Kindern
Der Wohn-Riester bringt bis zu 175 € Grundzulage + 300 € pro Kind pro Jahr – direkt als Eigenkapital für die Immobilie. Über 10 Jahre mit 2 Kindern: bis zu 7.750 € staatliche Förderung.
5. Schenkung / Erbschaft
Eltern können Kindern alle 10 Jahre 400.000 € steuerfrei schenken. Frühzeitige Planung ermöglicht, dass du kurz vor dem Kauf eine größere Summe erhältst.
Eigenkapital-Rechner: Was brauchst du?
| Kaufpreis | Nebenkosten (ca. 12 %) | Empf. Eigenkapital (20 %) | Gesamt |
|---|---|---|---|
| 200.000 € | 24.000 € | 40.000 € | 64.000 € |
| 300.000 € | 36.000 € | 60.000 € | 96.000 € |
| 400.000 € | 48.000 € | 80.000 € | 128.000 € |
| 500.000 € | 60.000 € | 100.000 € | 160.000 € |
Bausparvertrag + ETF: Die optimale Kombination
Viele erfolgreiche Immobilienkäufer nutzen beide Instrumente parallel:
- Bausparvertrag: Sichert den günstigen Zinssatz für das Darlehen (garantiert!)
- ETF-Sparplan: Baut mehr Eigenkapital auf als die Sparphase alleine
- Ergebnis: Mehr Eigenkapital + günstigstes Darlehen = maximale Ersparnis
Häufige Fragen zum Eigenkapitalaufbau
Bei 500 € monatlicher Sparrate dauert es ca. 13 Jahre (ohne Zinsen/Förderung). Mit Bausparvertrag, staatlicher Förderung und ETF-Rendite können es deutlich weniger sein. Mit 800–1.000 € monatlich sind es 7–8 Jahre.
Ja – das angesparte Guthaben im Bausparvertrag gilt bei der Bank als Eigenkapital. Auch das zugeteilte BauspardarlehenGünstig verzinstes Darlehen der Bausparkasse nach der ZuteilungDer Moment, ab dem du Guthaben + Darlehen abrufen kannst. Hängt von Bewertungszahl und Guthaben ab. Weiterlesen → – der Kernvorteil. Weiterlesen → wird als "wohnzweckgebunden" angesehen und verbessert die Gesamtfinanzierung.
Ja – Vollfinanzierungen (100 % oder 110 %) sind möglich, aber teuer. Du zahlst 0,5–1,5 Prozentpunkte mehr Zinsen. Bei einem 400.000-€-Kredit über 25 Jahre macht das 30.000–60.000 € mehr aus. Wer warten kann, sollte warten.







